Anonymität in Mitarbeiterbefragungen

Anonymität – ja oder nein? Diese Frage kommt immer wieder auf, wenn es um das Thema Mitarbeiterbefragung geht. Und häufig scheiden sich hier die Geister. Wie anonym muss eine Befragung sein, welche Daten sollte man sehen können, welche nicht?
Personalentwicklerin und Geschäftsführerin Sarah Bohlmeier beleutet das Thema aus verschiedenen Perspektiven und bespricht die Vor- und Nachteile. Dazu wird erklärt, welche Fragen bei der Umsetzung der Anonymität wichtig sein können und wie man zu Anonymität in Befragungen richtig kommuniziert.

 


 

Die wichtigsten Inhalte zusammengefasst

 

Was ist das Ziel?

Generell sollte man sich bei der Anonymität von Mitarbeiterbefragungen immer die Frage stellen: „Wofür mache ich die Befragung eigentlich?“ Man muss sich also über seine Ansatzpunkte und Themen im Klaren sein, um die Wichtigkeit der Anonymität einschätzen zu können.

Anonymität ist besonders bei Themen wie Mitarbeiterzufriedenheit wichtig, sowie bei ‚bewertenderen‘ Themen wie einer Führungskräftebewertung. Diese Befragungen können sehr sensibel sein: hier sprechen Mitarbeiter ihre Sorgen aus und sprechen auch Themen an, die ihnen unangenehm sind und die sie in einem Team-Meeting so nicht ansprechen würden. Deshalb ist es für aussagekräftige Ergebnisse also absolut ratsam, anonym vorzugehen.

Bei sachlicheren oder auch kreativen Themen sieht es etwas anders aus. Bei Mitarbeiterbefragungen in denen es beispielsweise um Ideen geht, ist es auch eine Option, die Befragung nicht anonym durchzuführen. Hier fragt man zum Beispiel: „Habt ihr Ideen zur Optimierung von unseren Prozessen?“ u.ä. Man kann dazu natürlich anonyme Befragungen verwenden und einfach die Mitarbeiter dazu ermutigen in ihrem Feedback zu sagen, wer sie sind. So bekommen die Mitarbeiter – wenn sie möchten – die Möglichkeit, etwas nach vorne zu treten und sich mit ihren Ideen auch ihrer Führungskraft gegenüber darzustellen.

 

Anonymität - Figuren und Lupe

 

Anonymität richtig umsetzen

Wenn man Befragungen anonym durchführt, ist die nächste Frage das „Wie“. Dabei muss man sich zum einen die Organisationsstruktur ansehen und wissen, wie am Ende die Ergebnisauswertung aussieht bzw. aussehen soll.

Bei teambay haben wir als Grundregel eine Mindestanzahl von 5 Antworten, die vorhanden sein müssen, damit überhaupt Ergebnisse angezeigt werden. Je nach dem wie das Unternehmen strukturiert ist und welche Berichte man am Ende braucht, muss man in der Vorbereitung nachprüfen, wie viele Mitarbeiter in jedem Bereich überhaupt vorhanden sind und antworten können. Bei sehr kleinen Teams, muss man deshalb manchmal mehrere Bereiche zusammenlegen, um Ergebnisse bekommen zu können. Dagegen kann man bei sehr großen Teams auch entscheiden, die Mindestanzahl für eine Verstärkung der Anonymität noch weiter hoch zu setzen, beispielsweise auf 20 Antworten. Was hier Sinn macht, ist komplett von der individuellen Struktur abhängig.

 

Anonymität kommunizieren

Gerade in unserer heutigen vernetzten Welt, in der so häufig von den verschiedensten Unternehmen unsere Daten gesammelt werden, haben wir alle oft eine gewisse Skepsis, was Tools, Datenspeicherung in der Cloud und ähnliches angeht. Deshalb ist es extrem wichtig, an dieser Stelle transparent zu sein:

  • Wie funktioniert die Anonymisierung im Tool?
  • Was wird in den Ergebnissen gesehen?
  • Wer kann welche Ergebnisse sehen (Führungskraft, Personaler, Geschäftsleitung)?

Nur durch klare Transparenz bei diesen Themen kann man dem Mitarbeiter gut vermitteln, wie das Ganze funktioniert und was mit seinen Antworten geschieht, damit der Mitarbeiter sich bei der Beantwortung wirklich sicher fühlen kann. Bei teambay stellen wir dafür gerne Testaccounts zur Verfügung, versenden Erklärvideos oder helfen mit Info-E-Mails.

 

Zum Weiterlesen: Mehr Informationen zu Anonymität und Datenschutz bei teambay finden Sie hier.