Foto von Personen, die sich an den Händen halten


Gut funktionierende Teams sind die Grundbausteine für den Erfolg eines jeden Unternehmens. So versuchen viele Personaler und Führungskräfte, die Kompetenzen ihres Teams zu stärken, indem sie ihre Mitarbeiter auf Teambuilding-Events oder -Seminare schicken.
Die Aktivitäten dabei sind vielfältig und reichen vom klassischen Kochkurs bis zum eigenhändigen Bau von Handprothesen für Wohltätigkeitszwecke, sowie unzähliger anderer Indoor- und Outdoor-Maßnahmen. Der Markt boomt förmlich.

 

Was erwartet man von Teambuilding-Events?

Führungskräfte hoffen, durch ein solches Teamevent die Produktivität, Motivation und Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter zu fördern und ein besseres Wir-Gefühl zu suggerieren. Dabei werden Teambuilding-Maßnahmen sehr oft mit einem hohen Kosten – und Zeitaufwand verbunden. Zu Recht?

 

Teamförderung oder bloße Zeit- und Geldverschwendung?

Auf der einen Seite steht fest, dass Teambuilding-Events durchaus einen positiven Effekt auf das Team haben können:
Ein gutes Team ergibt sich meist nicht von selbst, das ist klar. Teamevents helfen, vorhandene Konflikte konstruktiv und mit Leichtigkeit zu lösen. Zudem können verschiedene Abteilungen zu einer Einheit zusammenwachsen, Probleme aus einem neuen Blickwinkel betrachten und so zu schnelleren Lösungen kommen. Darüber hinaus können soziale Kompetenzen gestärkt werden, welche potenziell sowohl die interne, als auch die externe Kommunikation im Unternehmen fördern.

 

Ergibt sich eine nachhaltige Wirkung auf das Team?

Ganz ehrlich: Nicht jeder Mitarbeiter freut sich über ein anstehendes Teamevent. Viel zu oft werden solche Events aus Mitarbeitersicht mit Beschämung, Zynismus und Langeweile statt mit Förderung des Teamgeistes und des Gemeinschaftsgefühls verbunden. 

Außerdem verpufft die Wirkung eines solchen Events viel zu schnell, da die gewonnenen Erkenntnisse nicht gut genug in den stressigen Arbeitsalltag eingebaut werden können, und die Effekte auf die Leistung ohnehin meist nicht sehr signifikant ausfallen. Ein einziges Event reicht kaum aus, um gleichzeitig die Teamarbeit, Motivation, Konzentration und den Ideenreichtum der Mitarbeiter zu fördern. Deshalb müssen sich Führungskräfte vor Antritt des Events genau überlegen:

 

  • Was braucht mein Team gerade am meisten?
  • Wie sehr ist dieses Event dazu geeignet?


So lässt sich ein klares Ziel des Teambuilding-Events definieren und man kann sich schnell den Zeit- und Kostenaufwand eines vielleicht unnötigen Teamevents sparen.

 

Welche Alternativen existieren?

Sehr häufig liegen die Probleme in Teams auch einfach zu tief, als dass sich mit einer gemeinsamen Aktivität viel ausrichten ließe. Um diesen auf den Grund gehen zu können, braucht es andere Instrumente. Einiges lässt sich über Vier-Augen-Gespräche aufdecken und besprechen. Für einen ganzheitlichen Eindruck über die Themen und Probleme im Team und ihre Ursachen sind aber auch regelmäßige anonyme Mitarbeiterbefragungen ein wertvolles Tool. Häufig trauen sich Mitarbeiter bei persönlichen Gesprächen oder Meetings nicht, schwierige Themen anzusprechen. Das gilt besonders bei Problemen in der Zusammenarbeit mit Kollegen oder Vorgesetzten. Hierfür können anonyme Befragungstools wie teambay ein sicheres Umfeld bieten. 

Regelmäßige Befragungen bieten die Möglichkeit, gezielt und zeitnah Fragen zur Zusammenarbeit im Team, der Beziehung zu Kollegen und Vorgesetzten, wahrgenommenem Vertrauen und Fairness oder der Effizienz der bestehenden Kommunikationskanäle zu stellen.
So lässt sich herausfinden, wo sich die größten Baustellen befinden, welche Maßnahmen zur Verbesserung und langfristigen Förderung der Teamfähigkeit geeignet sind – und ob ein Teambuilding-Event gerade zielführend wäre.