Mit Lob und Anerkennung seine Mitarbeiter wertschätzen

‘Gut gemacht!’ ‘Ich bin beeindruckt’ oder auch ‘Überzeugende Argumentation.’ Wann haben Sie so etwas das letzte Mal zu hören bekommen? Gestern? Letzte Woche? Noch nie? Wertschätzung ist nicht nur ein menschliches Grundbedürfnis, sondern auch eine grundsätzliche Haltung. Fehlt diese, fehlt oft auch der Wille Leistung zu erbringen.

Mehr als die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer fühlt sich im Job zu wenig anerkannt. Dabei ist es neun von zehn Befragten wichtig, dass der direkte Vorgesetzte seine Wertschätzung zum Ausdruck bringt, beispielsweise in Form von regelmäßigen und ehrlichem Feedback.

Neben der Beziehung zum Vorgesetzten, ist die Beziehung zu den Kollegen ebenfalls ein wichtiger Faktor. Herrscht ein kollegiales Miteinander, verbessert sich auch die Arbeitsatmosphäre. Allerdings kann die gegenseitige Beurteilung im Unternehmen zur echten Hürde werden. Auf der einen Seite wollen sich die Mitarbeiter wertgeschätzt fühlen, auf der anderen Seite kann gerade negatives Feedback eine bedrohliche Wirkung haben. Denn Menschen sind erst dann in der Lage mit Kritik umzugehen, wenn sie sich in ihrer Persönlichkeit ernsthaft bestätigt fühlen.

Ziel jedes Unternehmens sollte es deshalb sein, eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen, die nachhaltig die Arbeitsmoral der Mitarbeiter prägt. Führungskräfte sollten sich also mit dem Gedanken anfreunden, dass verbale Würdigung die Grundlage für eine gesunde Unternehmens- und Feedbackkultur ist – und nicht wie viele meinen, Grund für sinkende Arbeitsleistung und Bequemlichkeit.

Das Verhältnis zu seinen Kollegen oder Vorgesetzten ist im Grunde nichts anderes als zu seinen Freunden. Auch hier gilt: Kommunikation schafft Bindung.

Wer sich allerdings schwer damit tut, seinen Mitmenschen ein Lob auszusprechen, kann folgende Tipps befolgen:

1. Nehmen Sie stets Bezug

Geben Sie der Person niemals das Gefühl, ihr Lob wäre nur eine Standardfloskel. Nehmen Sie Bezug auf bestimmte Situationen und werden Sie konkret. Selbst Banalität wie “Danke, dass du mir gestern einen Kaffee gemacht hast.” können viel wert sein.

2. Lob ist kein Mittel zum Zweck

Loben Sie niemals, um etwas bestimmtes zu erreichen oder um etwas im Gegenzug zu bekommen. Sie werden scheitern. Kollegen und Mitarbeiter haben ein Gespür dafür, ob ihr Lob ehrlich und aufrichtig gemeint ist.

3. In der Kürze liegt die Würze

Reden Sie nicht lange um den heißen Brei herum. Wer vor einem langen Text sitzt verliert schnell die Lust am Lesen. Lange Lobeshymnen wirken meist ironisch und kommen nicht gut an. Beschränken Sie sich also auf das Wesentliche und vermitteln sie nicht das Gefühl der Verhöhnung.

4. Das große Ganze sehen  

Achten Sie auch auf die Kleinigkeiten. Soziale Kompetenzen und Verhaltensweisen sind enorm wichtig. Loben Sie also nicht nur eine gewisse Arbeitsleistung, sondern honorieren sie auch die kleinen Dinge, z.B. wenn ihr Kollege an Sie gedacht hat und einen Kaffee mitbringt.

5. Nutzen Sie die Gelegenheit

Andere Menschen zu loben oder ihnen Komplimente zu geben ist nicht für jedermann einfach. Oft schämt sich die Person und das Lob wird vorgeschoben und gerät am Ende doch in Vergessenheit. Loben Sie also zeitnah und wenn die Situation noch präsent ist. Schließlich würden Sie auch nicht monatelang warten, bis sie ihrem Hund ein Leckerli als Belohnung geben.

 

Ein aufrichtiges Lob ist also Balsam für die Seele und motiviert Mitarbeiter und Kollegen zugleich. Mehr Anerkennung, mehr Wertschätzung und mehr Respekt sollten die Grundsäulen jeden Unternehmens bilden.

Ein hilfreiches Tool zur Wertschätzung und allgemeinen Verbesserung der Kommunikation im Unternehmen bietet Ihnen teambay. Mit der teambay ‘Dankeschön’ Funktion haben sie wöchentlich die Möglichkeit Ihren Kollegen entweder anonym oder in ihrem Namen wissen zu lassen, dass Sie geschätzt werden. Eine kleine Geste, die große Wirkung entfaltet.